Zahnriemenwechsel: Zahnriemen wechseln beim Alfa Romeo 2,0 Liter Motor

Zahnriemenwechsel: Zahnriemen wechseln beim Alfa Romeo 2,0 Liter Motor

21. Mai 2019

In diesem Videofilm aus unserer Werkstatt zeigen wir Euch, wie man an einem Zwei-Liter-Motor von Alfa Romeo den Zahnriemen wechselt. Dafür müssen erst einmal jede Menge Verkleidungen abmontiert werden, beispielsweise der Ventildeckel. Sehen wir das Innere des Motors, lösen wir die Spannrolle vom Glattriemen.

Beim Zylinder Nr. 1 bauen wir die Zündkerze aus und stecken eine spezielle Meßuhr herein, um den oberen Totpunkt genau zu definieren, damit wir die Steuerzeit vorab einzustellen können. Auch erneuern wir den doppelt-gezackten Ausgleichswellenriemen, der für den Zwei-Liter-Motor von Alfa Romeo bei diesen Baureihen typisch ist. Um die Nockenwellen genau zu fixieren, verwenden wir ein CNC-gefrästes Spezialwerkzeug.

Auch die Spannrolle vom Zahnriemen wird von uns erneuert. Meistens sind noch Spannrollen in Kunststoffausführung verbaut, daher verwenden wir eine Metallrolle, die auch wesentlich haltbarer ist. Die Spannrolle und auch die danebenliegende Umlenkrolle müssen immer miterneuern werden.

Beachtet bitte, dass der Zahnriemen auch Laufrichtung hat. Diese ist beim Zahnriemenwechsel bzw. Einbau des neuen Zahnriemens zu beachten! Nach der Montage der Rollen und Riemen wird der Motor schließlich noch um zwei komplette Umdrehungen gedreht, um zu sehen, ob die Steuerzeiten entsprechend korrekt sind. Beim späteren Festschrauben, ist ein ganz spezielles Drehmoment gemäß Werkstatthandbuch korrekt einzuhalten.

Videofilm:


Die Auto-Mafia in der Rhön! Auto Bild berichtet über den Automobil und Oldtimer Club „La Passione“

Die Auto-Mafia in der Rhön! Auto Bild berichtet über den Automobil und Oldtimer Club „La Passione“

21. Mai 2019

Die Zeitschrift Auto Bild hatte unseren Automobil und Oldtimer Club „La Passione“ exklusiv in der Ausgabe Nr. 37 vom 17. September 1999 vorgestellt. Bereits vor 20 Jahren haben wir kurze Videoclips und Reparaturanleitungen auf unserer Internetseite veröffentlicht. Das hatte die Aufmerksamkeit der Redaktion von Auto Bild geweckt, so dass Jörg Wigand gemeinsam mit seinem Fotographen Daniel Fortmann einen Bericht über unsere „italienische Mafia in der Rhön“ verfaßte. Nachstehend stellen wir die vier Seiten aus der damaligen Ausgabe der Zeitschrift Auto Bild zum Nachlesen als PDF Dokument zur Verfügung.

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Im Titel heißt es: Sie fahren Alfa und träumen von Ferrari. Sie lieben die Toskana und leben in der Rhön. Das ist „La Passione“ - ein Club aus Leidenschaft. Tief im Hessenland, am alten Handelsweg zwischen Frankfurt und Leipzig, da, wo die Eichenwälder dunkel raunen, ist die Mafia heimisch geworden: Autos werden verschoben, in Garagen versteckt, heimlich mit abgezweigtem Geld repariert, billig vertickt, an- und wieder abgemeldet, bei Pasta und Vino neuen Besitzern zugeführt. Organisierte Kriminalität in der Rhön?

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Auto Bild enthüllt die Wahrheit: Ein Mann mit Glatze und Charisma, verheiratet mit einer Neapolitanerin, ist der große Pate. Bei ihm laufen die Fäden der ehrenwerten Gesellschaft, Zweigstelle Steinau zusammen. Mit eiserner Faust regiert er über die Mitglieder seiner Familie. Und wehe denen, die nicht parieren, geschweige denn nicht reparieren. La Passione ist ein Club aus Leidenschaft, der weder einen Mitgliedsbeitrag verlangt noch irgendwo offiziell registriert ist. Ein Club, der weder eine feste Tisch- noch Sitzordnung, Schild, Wimpel oder Riesenaschenbecher kennt. Also alles andere als ein Stammtisch. Es ist eher ein Widerstandsnest gegen den politisch korrekten Zeitgeist, das leidenschaftlich gegen Windkanal, Zweckmäßig- und Zuverlässigkeit opponiert sowie die italienischen Momente im Leben kultiviert.

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Der Club ist ein nach allen Seiten offener Bund von Männern, die Alfa lieben, besonders alte; die nichts gegen Fiat haben, von Ferrari träumen; Lancia nicht verachten - und im Grunde ihres Herzens Italiener sind, die der liebe Gott in der Rhön als Deutsche zur Welt kommen ließ. Der Pate sagt: „Die Marke der Autos ist uns egal. Hauptsache, die Passione stimmt.“ So wuchs die ehrenwerte Gesellschaft in der Rhön heran. Diese Mafia ist nicht zu besiegen. Schon gar nicht von Leuten mit sauberen Händen. „La Passione“ versteht sich nicht als schlichter Club. Es gibt es weder Vereinsstatuten noch eine Aufnahmebeschränkung für bestimmte Marken und Modelle. Willkommen ist, wer echte Leidenschaft für sein - vornehmlich italienisches - Vehikel mitbringt.


Getriebeöl oder Öl am Differential der Hinterradachse ohne teures Werkzeug auffüllen

Getriebeöl oder Öl am Differential der Hinterradachse ohne teures Werkzeug auffüllen

21. Mai 2019

Die Klugscheißer wissen ohnehin, dass es im KFZ-Handel spezielle Spritzen für das Auffüllen von Getriebeöl oder anderen Schmierstoffen gibt. Aber wir sind arme Autoliebhaber und können uns diese „Spezialgeräte“ nicht leisten. Daher zeigen wir Euch in diesem Bericht eine billige Werkzeug-Alternative.

Das Getriebeöl sollte man ja ab und zu wechseln. Das Ablassen ist ja schön und gut, aber das Auffüllen von diesem dickflüssigen Zeugs ist einfach unmöglich. Hauptsächlich am Getriebe, insbesondere bei alten Alfa Romeos, ist die Einfüllöffnung dermaßen verwinkelt, dass diese Arbeit in der Werkstatt keinen Spaß macht. Mit einer einfachen Spritze, wo nur wenige Milliliter hereinpassen, ist man stundenlang beschäftigt und das Loch zum Auffüllen ist viel zu dünn. Eine Alternative, so dachten wir uns zunächst, könnte ein Batteriewasserbehälter sein, aber der Druck, den man mit den Händen ausüben muß, um den Kram ins Getriebe zu pumpen, ist einfach unglaublich. Wie haben wie verrückt gedrückt, gehofft, gekuckt und vielleicht zehn Milliliter ins Getriebe bekommen.

Foto: Batteriewasserbehälter


Dann haben wir das richtige, günstige Instrument gefunden. Dieses Instrument ist gewöhnungsbedürftig und wir hoffen, dass sich niemand durch diese Abhandlung „erotisch“ angesprochen fühlt. Jedenfalls nutzen wir eine sogenannte Wundspritze bzw. Blasenspritze. Das Ganze funktioniert klasse, sofern Ihr folgendermaßen vorgeht: Vorne auf die Spritze solltet Ihr einen ca. zehn Zentimeter langen, sauberen Benzinschlauch aufschieben. Beim Auffüllen müßt Ihr extrem reinlich zu Werke gehen. Zudem solltet Ihr nicht versuchen, das Öl aus der Dose in die Spritze einzusaugen. Zieht besser den Druckstempel aus der Blasenspritze heraus und schüttet das Öl in den Spritzenbehälter.

Foto: Omnifix-Verpackung der Wund- und Blasenspritze


Nun könnt Ihr loslegen: Führt den Benzinschlauch knapp vier Zentimeter tief in die Getriebeeinfüllöffnung ein. Am besten ist es, wenn Ihr den Benzinschlauch in der Einfüllöffnung ein wenig einwinkelt. Wenn Ihr noch perfekter arbeiten wollt, dann nehmt ein Stück Perlonstrumpfhose: Nehmt das Stück Perlon und zieht es über die Benzinschlauchspitze, um mögliche Verschmutzungen zu filtern. So sollte es am besten funktionieren!

Freilich hat die von uns genutzte Spritze nur ein Volumen von 100 Millilitern, was zur Folge hat, dass Ihr ungefähr zwanzigmal die Spitze aufziehen und den Inhalt in das Getriebe einfüllen müßt, wenn Ihr beispielsweise zwei Liter Getriebeöl nachfüllen müßt. Aber wir schreiben diesen Bericht ja für jene Leute, die überhaupt kein Spezialwerkzeug vorrätig haben. Und in diesem Fall kann man sich für gerade einmal fünf Euro in der nächsten Apotheke ein sauberes Hilfsmittel kaufen.


Willkommen beim Automobil und Oldtimer Club „La Passione“. Wir sind eine Vereinigung von Auto-, Oldtimer- und Youngtimer-Liebhabern aus Hessen. Mit unserer Internetseite möchten wir technische Hinweise, Ratschläge, Hilfe und Reparaturanleitungen anbieten.

Berichte und Anleitungen